Worum geht es?

 

BALANCE

 

„Alle Dinge sind Gift. Nur die Dosis macht,

dass ein Ding kein Gift ist." Paracelsus

 

Die Dosierung scheint wesentlich zu sein für:

  • die Balance
  • das Gleichgewicht
  • den aufrechten Gang.

 

Der Körper ist perfekt gestaltet, um auf sich selbst anstrengungsfrei stehen zu können.

Aufrecht stehen ist beständiges Tarieren, Balancieren zwischen Sicherheit und Unsicherheit. Ein leicht schwebendes Gefühl der sicheren Unsicherheit oder der unsicheren Sicherheit.

Diese Sicherheit geben wir auf zu Gunsten eines Schrittes, hinein in die Unsicherheit der Bewegung. Auch das ist Balancieren.

Verfestigen wir Kontraktionen irgendwo innerhalb unseres Systems während diesem Prozess, den wir Stehen und Gehen nennen, fallen wir, verlieren wir die Balance. Das Fallen, der Fehler, ist eine wichtige Lernerfahrung auf dem Weg zum Gehen.

 

Das Lernen des aufrechten Stehens, das Gehen und dann auch Laufen und Tanzen entwickelt sich in Stufen. Vom Liegen über das Drehen, Krabbeln, Robben, Hochziehen, Schwanken, Fallen, Aufstehen, bis hin zum ständigen Balancieren im „aufrechten Stand".

Sind wir uns dieses Aufrecht-Stehens und Gehens wirklich bewusst?

Körperlich, emotional, geistig?

 

Darüber hinaus kommen wir in diesen Körper und auf diesen Planeten/Raumschiff mit zwei starken, wesentlichen Grundbedürfnissen:

  • das Bedürfnis nach ABHÄNGIGKEIT und
  • das Bedürfnis nach AUTONOMIE.

 

Beide Bedürfnisse sind stärker und wesentlicher, als wir landläufig vermuten. Das Fördern und Befriedigen dieser Bedürfnisse entwickelt eine spezielle Fähigkeit:

Die Fähigkeit zur Balance zwischen der „gleichzeitigen" oder „parallelen" Existenz als Individuum - alleine in einem frei beweglichen Körper auf einem Planeten - und als Teil eines Kollektivs - verbunden mit einer Spezies, einer Gesellschaft auf einem Planeten, in Universum.

Dieser Prozess benötigt alle Ressourcen und Fähigkeiten, die Menschen jedweder Herkunft jemals gelernt haben. Das Ignorieren dieser Fähigkeiten führt zum Irrtum des Rassismus, der die Menschheit immer wieder in ihrer Entwicklung behindert und gigantische Kosten verursacht.

Gelingt die Befriedigung der Bedürfnisse nach Abhängigkeit und Autonomie, wird das natürliche Potential aktiviert, die:

 

SELBSTREGULATIONSFÄHIGKEIT

  • Der bewusste aufrechte Stand und Gang.
    Von der Horizontalen zur Vertikalen.
  • Die Fähigkeit des Menschen, sein individuelles System selber zu regulieren: Körper, Emotion und Geist.
  • Selbstverantwortung: die Fähigkeit zu antworten.
  • Selbstsicherheit: die Fähigkeit, sich in unsicherer Umgebung sicher zu fühlen.

 

Die Befriedigung der Grundbedürfnisse ist Vorrausetzung für Balance. Auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene. Individuell und kollektiv.

Das meint auch die Verantwortung des Kollektivs gegenüber dem Individuum, die Befriedigung seiner körperlichen, emotionalen und geistigen Grundbedürfnisse zu gewährleisten und zu sichern, innerhalb aller unsicheren Kontexte. Die Ausbeutung der Natur, den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen, ist ein „gegen uns selbst gerichtet sein", das anzeigt, dass Balance und Selbstregulationsfähigkeit unterentwickelt sind und ist begründet in der Bereitschaft, sich selbst auszubeuten, zu funktionalisieren, sich funktionalisieren zu lassen, die Balance verlieren oder nicht finden zu wollen.

 

Selbstregulationsfähigkeit ist auch Selbstheilung. Sie ist eine natürliche Kraft, die sich immer wieder neu formiert und Balance anstrebt. Da ist etwas das strebt! Wir können weiterhin gegen sie arbeiten (anstrengend) oder mit ihr fließen (angenehm)!

Gestalten wir unser Schicksal bewusst!

Trauen und gestatten wir uns die Individuen zu sein, die wir sind?!

 

Individualität ist die konkrete, persönliche, integrierte und verkörperte Erfahrung von Einzigartigkeit. Sie ist nicht so sehr besser oder schlechter sondern eher anders. Nicht nur „entweder-oder" sondern auch "sowohl-als auch". Die Hierarchie wird flacher. Jeder Mensch ist ein Stern!

Individuen repräsentieren Kongruenz, Ethik und Großzügigkeit.

 

Selbstüberhöhung und Egozentrik ist nicht Individualität.

Eigenvorteil ist nicht Eigeninteresse.

Selbstverliebtheit ist nicht Selbstliebe.

 

Individuation ist die Verfeinerung, die Transformation des „Ichs" und gestattet Wohlstand für alle.

Induviduation ist die Bewusstwerdung von sich selbst als Erfinder, als Erfindung.

Sie führt zu Selbstregulationsfähigkeit.

Mit der Selbstregulationsfähigkeit entsteht die Fähigkeit zum Erwachsen-Sein.

 

Die Balance zwischen allen scheinbar unvereinbaren Gegensätzen wie innen und außen, oben und unten, rechts und links, bekannt und unbekannt, männlich und weiblich, ich und du, weich und hart ermöglicht Gelassenheit, Ruhe, Freude und ein Wohl-Sein, trotz allem was passiert.

  • Es ermöglicht weniger Angst vor Einsamkeit.
  • Es lässt Raum für Neugierde, Aufgeregtsein und Unschuld.
  • Dinge alleine unternehmen.
  • Gefühlen Sprache geben.
  • Respekt und Würdigung von Kindheit und Alter werden wirklich.
  • Die Zukunft, der Tanz und das Ende der Zeit werden möglich
    (der Tanz ist die Transformationsstufe von Krieg!).

 

Das Wohl-Sein, trotz allem was passiert, ist unsere ursprüngliche Natur.

Das Wohl-Sein liegt in der Balance zwischen Eigeninteresse und Gemeinwohl:

Geht es dir gut, geht es mir gut! Und umgekehrt - (ja, geht es mir gut, geht es dir gut - und - geht es dir schlecht, geht es mir schlecht!).

 

Du kannst Alles haben!

Du hast, was du haben wolltest.

Es geht mehr darum zu wollen, was du hast, anstatt zu haben, was du willst.

 

Aktivieren wir unser ganzes Potential?

Wo sind wir noch verschmolzen?

Wo wäre es hilfreich uns weiter zu differenzieren?

 

Was ist der Sinn deines Lebens und der Sehnsucht nach der Überschreitung

deines „Selbst"?

Welchen Sinn gibst du deinem Leben, in diesem möglicherweise sinnlosen Universum/Multiversum?

In der Tiefe ist dies die verborgene Frage nach (dem unbekannten?) Gott oder vorsichtiger ausgedrückt, die Frage nach dem letzten Geheimnis des Lebens.

Dem Ursprung (auch ein Sprung!).

Sie ist das Potenzial im Menschen, das ihm zu seinem Mensch-Sein verhilft, das den Prozess der ‚Reifung‘ und ‚Selbstwerdung‘ vorantreibt und entscheidend prägt.

In letzter Konsequenz geht es darum, das zu werden, das zu SEIN, was wir schon immer sind: LEBEN. BEWUSSTSEIN.

 

Möge die Übung gelingen!

 

"Was wirklich zählt ist: Jemanden zu haben, den man liebt, mitfühlend zu sein,

jeden Tag intensiv zu leben, so dass man die Dinge wirklich sieht und hört und schmeckt und fühlt und riecht."

 

 

 

Imagine no possessions
I wonder if you can
No need for greed or hunger
A brotherhood of man

Imagine all the people
Sharing all the world ... (yuhuuuh)

You may say I am a dreamer
But I'm not the only one
I hope someday you'll join us
And the world will be as one

 

"Imagine" The Beatles